Unterstützung der Dezentralisierung und kommunalen Entwicklung in Benin (PDDC V)

Unterstützung der Dezentralisierung und kommunalen Entwicklung in Benin (PDDC V)

Gute Regierungsführung und Zivilgesellschaft

Kunde: GIZ

Zeitraum: 2017-2020

Land: Benin

Kontext

 

Benin verfolgt mit der Reform seiner kommunalen Verwaltung und Gebietskörperschaften das Ziel, die Demokratie zu festigen und die Armut weiter zu verringern.

 

Seit dieser Prozess der Dezentralisierung und der kommunalen Entwicklung vor etwa 15 Jahren gestartet wurde, konnten erhebliche Fortschritte erzielt werden. Zu den Meilensteinen zählen unter anderem die Schaffung eines rechtlichen Rahmens für die Dezentralisierung, die Einführung eines einheitlichen Finanztransfermechanismus für die Kommunalentwicklung (Fonds d’Appui au Développement des Communes) und die Schaffung wichtiger Institutionen, wie dem Ausbildungszentrum für Kommunalverwaltung (Centre de Formation pour l’Administration Local – CeFAL) und dem Nationalen Beninischen Gemeindeverband (Association Nationale des Communes du Bénin). Dennoch müssen trotz dieser Erfolge noch vielfältige Herausforderungen bewältigt werden.

 

 

Projektbeschreibung

 

Das Projekt „Unterstützung der Dezentralisierung und kommunalen Entwicklung in Benin (PDDC)“ hat das Ziel, die partizipativen Planungs-, Koordinierungs- und Managementkapazitäten der beninischen Gemeinden auf der Grundlage der vorhandenen Kapazitäten zu stärken, um der Bevölkerung kommunale Basisdienstleistungen zu bieten, die ihren Bedürfnissen auf eine nachhaltige Weise gerecht werden.

 

Im Allgemeinen profitiert die gesamte Bevölkerung der 25 beratenen Gemeinden direkt und / oder indirekt davon. Besondere Beachtung finden die Bedürfnisse und die Beteiligung armer Bevölkerungsgruppen, Frauen, junger Menschen und Menschen mit Behinderungen, von denen viele in ländlichen Gebieten leben.

 

Das GIZ-Projekt wird in 10 der 12 beninischen Regionen umgesetzt und verfolgt einen Mehrebenenansatz. Um den Lebensstandard der Bevölkerung in den Partnergemeinden zu verbessern und den Zugang zu grundlegenden kommunalen Dienstleistungen zu erleichtern, führt das Programm Aktivitäten in den folgenden Handlungsfeldern (HF) durch:

  • HF1: Agenda 2030: Unterstützung der Kommunen bei der Erstellung von Lessons Learnt in Hinblick auf die Umsetzung der Agenda 2030 auf lokaler Ebene und deren Beitrag als Input zur nationalen und internationalen Debatte
  • HF2: Lokale Finanzen: Beratung auf nationaler Ebene zur besseren Strukturierung der finanziellen Beziehungen zwischen Staat und Kommunen. Das Programm fördert und berät Gemeinden zur verbesserten Erzielung kommunaler Eigeneinnahmen (Steuern, Gebühren und Abgaben)
  • HF3: Kommunalverwaltung: Angepasste Beratungsdienste zur Verbesserung der Kapazitäten der beratenen Partnergemeinden sowie nationalen Strukturen, insbesondere dem Ausbildungszentrum für Kommunalverwaltung
  • HF4: Förderung einer wirksamen Bürgerbeteiligung auf lokaler Ebene, Gleichstellung der Geschlechter und Transparenz bei der Verwendung der öffentlichen Finanzen.

Dienstleistungen

 

Das Konsortium AMBERO-VNG ist für das Handlungsfeld (3) „Stärkung der Kommunalverwaltungen“ zuständig und bietet zwei verschiedene, aber ergänzende Dienstleistungspakete an, die auf verschiedenen Beratungsdiensten aufbauen (nachstehend beschrieben).

 

  • individuelle Unterstützung der 25 Zielgemeinden, basierend auf individuell vorhandenen Kapazitäten und Bedürfnissen:
    • Kommunale Infrastruktur und öffentliche Aufträge
    • Personenstandswesen
    • Personalmanagement und kommunale Verwaltungsverfahren
    • Kommunale Haushaltsführung
    • Kommunale Entwicklungsplanung mit Fokus auf den Klimawandel

 

  • die Förderung der Fortbildungen und Trainings des Ausbildungszentrums für Kommunalverwaltung (CeFAL) durch:
    • eine Analyse der Verwaltungsstrukturen;
    • die Verbesserung des Schulungs- und Kursangebots;
    • institutionelle, organisatorische Entwicklung sowie Capacity Development;
    • Verbesserung des Monitoring- und Evaluationssystems;
    • Förderung von Synergieeffekten mit anderen Schulungszentren in Benin und in der Region Westafrika.

 

Zu den angebotenen Dienstleistungen gehören Schulungen und Workshops, technische Unterstützung, Schulungen am Arbeitsplatz und die Anwendung weiterer Coaching-Instrumente, einschließlich innovativer Ansätze, wie „community of practice“ und „peer-to-peer-Lernen“ sowie Studien.