Stärkung bürgernaher Kommunen in Marokko

Stärkung bürgernaher Kommunen in Marokko

Gute Regierungsführung und Zivilgesellschaft

Kunde: GIZ

Zeitraum: 11/2016-06/2020

Land: Marokko

Kontext

 

Mehr Kundenorientierung, Transparenz und Effizienz – das wünschen sich die Bürger*innen marokkanischer Städte von der öffentlichen Verwaltung. Denn oft erschweren langwierige Prozesse und unklare Zuständigkeiten den Zugang zu alltäglichen kommunalen Dienstleistungen. Zugleich ist die Kommunikation über die Arbeit des Stadtrates unzureichend und die Bürger werden in der Regel nicht in die Planung und Umsetzung kommunaler Projekte einbezogen.

 

 

Projektbeschreibung

 

Das Ziel des aus der BMZ-Sonderinitiative Stabilisierung und Entwicklung in Nordafrika finanzierten Vorhabens ist es, dass die Bevölkerung ausgewählter Städte zunehmend in den Genuss von bedarfsgerechten, beteiligungsorientierten Dienstleistungen kommen. Dabei werden bis zu 10 Kommunen mit einer Einwohnerzahl von 60.000 – 500.000 Einwohnern über die Handlungsfelder Dienstleistungseffizienz (HF1), Kommunikation mit der Bürgerschaft (HF2) und Partizipatorische Pilotprojekte (HF3) dabei unterstützt, mittels einer bürgernahen Lokalpolitik das Vertrauen der Bevölkerung in öffentliche Institutionen zu stärken. So werden die Partnerkommunen u.a. dabei unterstützt, zentrale Empfangsstellen einzurichten, die die Bürger*innen umfassend zu Dienstleistungsangeboten und Verwaltungsabläufen informieren. Sie werden auch darin beraten, Transparenz und Rechenschaftslegung über eine intensivere Kommunikation mit der Bürgerschaft zu verbessern, z.B. bei der Reform des Beschwerdemanagements, der Professionalisierung der Arbeit der Kommunikationsabteilungen und der Entwicklung von Kommunikationsstrategien. Schließlich werden die Kommunen darin geschult, Methoden der Bürgerbeteiligung zu nutzen, um laufende Projekte bedarfsgerechter und damit erfolgreicher umsetzen zu können. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf den Bedarfen von Frauen und Jugendlichen.

Services

 

AMBERO ist für die Durchführung der Beratungsleistung „Capacity Development von kommunalen Akteuren im Bereich Konzeption und Durchführung von Beteiligungsprozessen zur Verbesserung kommunaler Dienstleistungen sowie Entwicklung von Ansätzen zu deren Verstetigung“ verantwortlich und trägt damit zu allen drei oben genannten Handlungsfeldern bei.

 

Leistungen im Einzelnen:

  • Durchführung, zusammen mit den Partnerkommunen, von Organisations- und Prozessanalysen zu den Themen Dienstleistungseffizienz und Kommunikation mit der Bürgerschaft unter Einsatz von partizipativen Methoden sowie Elementen aus Process Tracking und Design Thinking;
  • Erarbeitung von Plänen zur Verbesserung der kommunalen Kommunikation mit Fokus auf: Kommunale Kommunikation, Empfang (Handbuch für Beschilderung und Verwaltungsverfahren) und Beschwerdemanagement; Begleitung bei der Umsetzung der Aktionspläne;
  • Organisation von interkommunalen Austauschforen;
  • Handlungsorientierte Fortbildungen von kommunalen Beamten in der Konzipierung, Planung und Durchführung von Bürgerbeteiligungsverfahren;
  • Coaching-Workshops/Trainings zur Unterstützung der Umsetzung partizipativer Maßnahmen in den Gemeinden;
  • Begleitung und Beratung der Kommunen bei der Umsetzung erster partizipativer Maßnahmen;
  • Organisation und Durchführung von Konsultationsräumen mit der Zivilgesellschaft;
  • Aufarbeitung der Erfahrungen pro Handlungsfeld.