Nachhaltige Nutzung von Agrobiodiversität in Timor-Leste

Klima, Umwelt und Biodiversität

Auftraggeber:

GIZ

Zeitraum:

2012-2016

Land:

Timor Leste

Projektbeschreibung

 

Die Landwirtschaft von Timor-Leste weist eine hohe biologische Vielfalt auf (Agrobiodiversität), die jedoch durch landwirtschaftliche Transformationsprozesse zunehmend schwindet.

Der hohe Bevölkerungsdruck, Bodendegradierung, zunehmende Monokulturen und die Ausbreitung invasiver gebietsfremder Pflanzenarten führen zu starker Reduzierung der Vielfalt der landwirtschaftlich genutzten Pflanzen. Zudem tragen mangelndes Bewusstsein und Kenntnisse der Bevölkerung über die Bedeutung der reichen Agrobiodiversität zu deren Schwund bei.

Ziele und Ergebnisse

 

Das Ziel des Vorhabens ist daher der Schutz sowie die nachhaltige Bewirtschaftung des breiten Spektrums landwirtschaftlich genutzter Pflanzen, darunter vieler endemischer Arten, um so die Agrobiodiversität zu erhalten.

Regionen: Distrikte Lautem, Baucau, Viqueque, Manatutu und Bobonaro

Konsortium mit IP Consult und NIRAS

Lesen Sie mehr zum Projektabschluss unter „Bauern, Zivilgesellschaft und Regierung schützen die Agro-Biodiversität in Timor-Leste“

Weitere Projektinformationen sind zudem auf der offiziellen Homepage des BMZ zu finden unter „Agrobiodiversität in Timor-Leste – Schutz durch Nutzung“.

Fakten 
Thema:Klima, Umwelt und Biodiversität
Auftraggeber:GIZ
Zeitraum:2012-2016
Land:Timor Leste
Leistungen:Auf nationaler Ebene werden die Aufnahme der Agrobiodiversität in die Agrarpolitik sowie die Etablierung eines Monitoringsystems beraten, das die Umsetzung überwacht.
Die staatlichen Landwirtschaftsberater werden für das nachhaltige Management der Agrobiodiversität ausgebildet.
In ausgewählten Distrikten wird mit Bauerngruppen die vorhandene Agrobiodiversität sowie das traditionelle Wissen zu deren Anbau und Nutzung erfasst. Dies bildet die Grundlage für das nationale Monitoringsystem.
Die Bauerngruppen setzen als Multiplikatoren diese Praktiken um, beispielsweise die Verbesserung und Vermehrung traditioneller Sorten sowie die Anwendung von Systemen des Mischfruchtanbaus.
Um der ländlichen Bevölkerung Einkommen zu verschaffen und Anreize für den Anbau zu geben, werden Wertschöpfungsketten für eine große Vielfalt landwirtschaftlicher Nutzpflanzen aufgebaut.
Im Rahmen des Projekts werden zudem die verschiedenen Akteure (Bauerngruppen, Beratungsdienste, Nichtregierungsorganisationen, u.a.) untereinander vernetzt und durch Capacity Development, Sensibilisierung und Wissensmanagement gestärkt.