Einbeziehung der Biodiversität in Agrarlandschaften in Kenia

Einbeziehung der Biodiversität in Agrarlandschaften in Kenia

Klima, Umwelt und Biodiversität

Kunde: GIZ

Zeitraum: 04/2018 – 11/2020

Land: Kenya

Kontext

 

„Weltweit, auch in Kenia, führen Bevölkerungswachstum, veränderte Konsumgewohnheiten und die daraus resultierende steigende Nachfrage nach Nahrungsmitteln und nachwachsenden Rohstoffen zu einer kontinuierlichen Ausweitung landwirtschaftlicher Nutzflächen. Gleichzeitig wird die landwirtschaftliche Produktion immer intensiver mit einem hohen Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden.“ „Der Wert von Ökosystemdienstleistungen für die landwirtschaftliche Produktion und die durch deren Verschlechterung verursachten Kosten werden bei der Planung landwirtschaftlicher Produktionssysteme normalerweise nicht berücksichtigt.“ Die kenianische Landwirtschaft ist hauptsächlich durch Kleinbetriebe mit bis zu 3 Hektar gekennzeichnet. Die Landwirtschaft des Landes beschäftigt rund 40% der Gesamtbevölkerung und ist Existenzgrundlage von 70% der ländlichen Bevölkerung. Die Ökosysteme, die in den verschiedenen agrarökologischen Zonen existieren, sind unterschiedlich anfällig für anthropogene Landnutzungen. “

Projektbeschreibung

 

Das Projekt hat das Ziel, die individuellen und institutionellen Kapazitäten zu stärken, um die Biodiversität zu etablieren und Ökosystemdienstleistungen in landwirtschaftlichen Landschaften nachhaltig zu managen.

 

Es ist in die Zieldimension „Aufbau von Kapazitäten zum Erhalt der biologischen Vielfalt“ der International Climate Initiative (IKI) Unterstützungsbereich IV „Biologische Vielfalt“ des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau- und Reaktorsicherheit (BMUB) integriert und Teil eines globalen Projekts, das sowohl globale Aktivitäten als auch Aktivitäten im Inland in Kenia, Indien und Tadschikistan hat. In Kenia ist der wichtigste Implementierungspartner das Ministerium für Landwirtschaft, Tierhaltung und Fischerei (MoALF).

 

Das Projekt fokussiert sich auf die Bereitstellung von Plattformen für Akteure aus Regierung und Zivilgesellschaft, um die nationale Diskussion über Agrobiodiversität und Ökosystemdienstleistungen zu fördern, Agrobiodiversität und Ökosystemdienstleistungen in die Lehrpläne von Bildungseinrichtungen zu integrieren und Schulungen und Kapazitätsaufbau anzubieten. Ziel der Plattformen ist es auch Bewusstsein zu schaffen und Best Practices von nachhaltigen landwirtschaftlichen Ansätzen über die Online-Plattform PANORAMA zu fördern, sowie die Etablierung von Expertennetzwerken zu fördern, um die Politikentwicklung bei einer stärkeren Anerkennung von Agrobiodiversität und Ökosystemdienstleistungen in nationalen Politiken zu unterstützen.

 

Das Projekt verfolgt einen Multilevel-Ansatz. Durch die anfängliche Analyse der vorhandenen Korrektur- und Mainstreaming-Werkzeuge und die Sammlung von Best Practices / Lösungen für die Einbeziehung der Biodiversität werden technische Berater und politische Entscheidungsträger mit erfolgreichen Ansätzen zur Integration von Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen in die landwirtschaftliche Praxis vertraut gemacht. Anschließend werden sie bei der Einführung von Ansätzen zur biodiversitätsfördernden Landnutzung in bundesstaatlichen und nationalen Strategien und Planungsinstrumenten unterstützt. Die internationale Diskussion über die Integration der Biodiversität wird durch die Verbreitung von Best Practices, Fallstudien und anderer im Rahmen des Projekts erzeugter Produkte bereichert und weiterentwickelt.

 

Bei einer Nebenveranstaltung der 14. Conference of Parties (COP) der CBD (Sharm El-Sheikh, Ägypten, 17. bis 29. November 2018) präsentierte einer der nationalen Projektpartner das kenianische Länderpaket des Projekts und eine Biodiversitätspolitik auf Kreisebene.

Dienstleistungen

 

Um das Gesamtergebnis zu erreichen, sind folgende Dienstleistungspakete vorgesehen:

  • Dienstleistungspaket 1: Bewertung der Einbeziehungsansätze und Best Practices der Biodiversität;
  • Dienstleistungspaket 2: Kapazitätsentwicklungsstrategie und Schulungsmodule zur Einbeziehung von Biodiversität und ES in Zusammenarbeit mit den für Umwelt und Landwirtschaft zuständigen Regierungsbehörden und der lokalen Bevölkerung
  • Dienstleistungspaket 3: Sensibilisierung und Platzierung auf der politischen Agenda sowie in den Sektorstrategien/-politiken;
  • Dienstleistungspaket 4: Verbreitung und Veröffentlichung von gewonnenen Erkenntnissen (Wissensmanagement und Wissensaustausch).